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Projekt 19

Projekt 19 - Renaturierung Sinthern/Geyen, unterhalb Martinstraße bis Jakob-Pohl-Platz
Im Dezember 2012 konnte der vorbereitende Grünschnitt erledigt werden Der sehr lange Winter hat dann zu einer Verzögerung der Baumaßnahme geführt. Im Mai 2013 geht es los.


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis: Bachrenaturierung in Sinthern/Geyen vorgestellt

Die Vorfreude ist groß und lange haben Schüler, Lehrer und Eltern rund um die Gemeinschaftsgrundschule Sinthern warten müssen. Jetzt geht es endlich los. Mit der Einrichtung der Baustelle zur Renaturierung des Bachabschnitts in Pulheim-Sinthern, unterhalb Martinstraße, bis Geyen, Jakob-Pohl-Platz, soll in der 22. Kalenderwoche begonnen werden. In der Schule war man gespannt auf die Ausführungen der Planer, ausführender Firma und des Bachverbandes.

In einer gut besuchten Info-Veranstaltung trugen zunächst die Schüler der "Bach-AG" ihr Wünsche und Anregungen vor (Bild 2). Im Mittelpunkt stand dabei ein Lernsteg, der direkt vom Schulhof zugänglich sein wird, um Wasserproben zu nehmen und ganz nah Flora und Fauna zu beobachten. Hier hat die Schule bereits große Erfahrung. Sie war von der ersten Stunde der Bachrenaturierung mit einem so genannten "Grünen Klassenzimmer" dabei. Verbandvorsteher Horst Engel: "Die damalige Schulleiterin Brigitte Ley und Margit Schulze-Hennings, beide heute noch in diesem Bereich engagiert, haben hier verdienstvolle Pionierarbeit geleistet und den Wert eines "außerschulischen Lernortes" am Pulheimer Bach erkannt." Kein Wunder, dass sie seit 2008 regelmäßig mit ihrer Bach-AG den renaturierten Abschnitt zwischen Junkerburg und B 59 N aufsuchen, um ihre Beobachtungen und Untersuchungen zu machen. Dabei haben sie inzwischen mit ihren Arbeiten viele überregionale Preise abgeräumt. Jetzt freuen sie sich auf die Renaturierung direkt vor ihrer Schule, die auch noch mit einer ehrenvollen Bachpatenschaft verbunden ist. Ein Herzensanliegen der Bach-AG und deshalb ganz oben auf der Wunschliste steht auch ein Wasserrad. Der Bachverband versprach zu prüfen was geht.

Planer Dr. Harald Wegner und Bauleiter Michael Hillebrand - beide vom Ingenieurbüro Franz Fischer (IBF) - erläuterten das Gesamtkonzept der Renaturierung im rund 9 Kilometer langen Bachlauf. Der Abschnitt, der jetzt ansteht, besteht vor allem in der Entfesselung des Baches und in der Wiederherstellung seiner Duchgängigkeit in beide Richtungen, natürlich unter Beibehaltung des Hochwasserschutzes. Dazu werden die Betonsohlschalen und die Betonabstürze, die den Bach regelrecht "zerhacken", komplett entfernt. Die Abstürze werden in so genannte Rauschen umgestaltet. Das sind in einem flachen Gefälle ausgebildete Rampen aus einer kontrollierten Schüttung von Wasserbausteinen Kies und Sand. Sie überwinden das Gefälle und sind für Fische und andere Wassertiere in und gegen die Fließrichtungen wieder passierbar. Der Bachabschnitt wird wieder durchgängig. Übrigens: Der Name "Rausche" ist entstanden, weil der Bach auch seine "Stimme" zurückbekommt - er rauscht.
Vor der Schule wird das lästige Wegproblem gleich mit gelöst. Es wird einen neuen kombinierten Rad-/Fußweg aus einer Wasser gebundenen Decke geben, der im Bereich der Schule durch eine Hecke vom Schulhof getrennt ist. Das schafft zusätzliche Sicherheit für den Schulhofbereich. Zur Bachseite wird ein leichter "Wildschutzzaun" errichtet. Der jetzige Maschendrahtzaun entfällt. Da die natürliche Bachsohle im Bereich der Schule leicht angehoben wird und die bisher steilen Ufer und die glitschigen Sohlschalen dann der Vergangenheit angehören, hätte man auch auf den Schutzzaun verzichten können. Engel: "Wir wollen uns aber, zusammen mit Schülern, Lehrern und Eltern an die neue Situation herantasten, Erfahrungen machen und Vertrauen wachsen lassen. Möglicherweise gehören ja in Zukunft zur Grundausstattung der Schüler Gummistiefelchen und der Wildschutzzaun wird infrage gestellt. Das braucht Zeit."

Nach dem Vortrag der Schüler übernahm die ausführende Firma "ASTAKUS" das Mikrofon (Bild 3). Da der Bachabschnitt in der Breite wenig Arbeitsraum lässt, muss zeitweilig der asphaltierte Weg gesperrt werden. Dies wird durch eine temporäre Beschilderung angezeigt. Die Erreichbarkeit der Schule ist aber in keiner Weise tangiert. Auch auf die wohlwollende Kooperation der direkten Bachanlieger, im besonders schmalen Bereich, unterhalb Martinstraße, ist man dringend angewiesen.

Sobald der Termin für den ersten Spatenstich feststeht, sollen Bürgermeisterin Maria Pfordt, Bergheim und Bürgermeister Frank Keppeler, Pulheim, eingeladen werden. Beide Städte finanzieren den Bachverband und tragen den 20 prozentigen Eigenanteil der Renaturierungskosten. Das Land NRW übernimmt 80 Prozent der rund 200.000 Euro Gesamtkosten.

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In einem Vortrag der Schüler der Bach-AG stand ganz oben auf der Wunschliste ein eigener Lernsteg am Bach und ein Wasserrad. Der Lernsteg wird realisiert, das Wasserrad kommt auf die Wunschliste. Der Bachverband lotet aus, was geht. Im Hintergrund aber immer vorne dabei: v.l.: Margit Schulze-Hennings (GGS/Bach-AG der ersten Stunde), Bauleiter Michael Hillebrand (IBF), Jens und Katrin Gelderblom (ausführende Firma ASTAKUS), Dr. Harald Wegner (IBF), Schulleiterin Alexandra Feld und Lehrerkollegin Vivien Juhàsz-Dòra (GGS/Bach AG).

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Nach dem Vortrag der Schüler erläuterte Katrin Gelderblom von der ausführenden Firma ASTAKUS den Ablauf der Bauarbeiten. Im Mittelpunkt stand dabei die Verkehrsführung während der bis in den Spätsommer dauernden Bauarbeiten und die Sicherheit im Bachabschnitt vor der Schule.

Hinweis: Grüne Klassenzimmer
Mit der Renaturierung des ersten Bachabschnitts zwischen Geyen/Junkerburg und B 59 N (2008) haben sich bis heute 8 Schulen zur so genannten "Pädagogischen Achse der Anrainerschulen" zusammengeschlossen: Geschwister-Scholl-Gymnasium Pulheim, Abtei-Gymnasium Brauweiler, Marion-Dönhoff-Realschule Pulheim, Arthur Koepchen Realschule Brauweiler, Wolfhelmschule Dansweiler, Barbaraschule Pulheim, GGS Sinthern/Geyen und Rochusschule in Bergheim-Glessen. Sie haben Bach-AG (Grüne Klassenzimmer) eingerichtet und nutzen die in der Region einzigartigen außerschulischen Lernorte am renaturierten Pulheimer Bach. Ergänzend haben die Schulen für bestimmte Bachabschnitte Bachpatenschaften übernommen. Hinzu kommen 5 Kindergärten, die regelmäßig Ausflüge an den Bach unternehmen. Mit der Universität zu Köln, Geographisches Institut, besteht ein Kooperation- und Patenschaftsabkommen. Das Institut vergibt laufend wissenschaftliche Arbeiten im Einzugsgebiet des Baches.
(10.05.2013)


Unterhaltungsverband Pulheimer Bach
In der Bachaue
50259 Pulheim
Tel.: (02238) 50794
Fax.: (02238) 808345
Sprechzeiten:
montags von 10 - 12 Uhr
Grabenmeisterei:
In der Bachaue
(zwischen Geyen und Pulheim)
50259 Pulheim
Tel.: (02238) 50794
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