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Regionale2010 - 1. Bauabschnitt

Karten zum ersten Bauabschnitt

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(12.08.2011)


Vogelinsel Bendacker und Bachabschnitt Elchweg

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Mit Anpflanzungen von Binsen und Bachbunge wurden die
Renaturierungsarbeiten an der Vogelinsel Bendacker und im
Bachabschnitt Elchweg abgeschlossen.


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Senioren am Pulheimer Bach

Am Montag, den 29. Juni, nutzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritas Seniorenzentrums Pulheim den schönen Tag für einen Ausflug mit ihren Schützlingen zum renaturierten Abschnitt des Pulheimer Baches an der Bachmeisterei. Rasch waren Tische und Stühle aufgestellt, das mitgebrachte Essen ausgeteilt und die Getränke ausgeschenkt. "Die Seniorinnen und Senioren des Caritas Seniorenzentrums haben den Aufenthalt am Pulheimer Bach unter der schönen Weide sehr genossen", so die Leiterin des Sozialen Dienstes, Frau Claudia Lohmanns.



Pulheim/Bergheim:
Eldorado für Naturfreunde und Naturfotografen


Der erste Renaturierungsabschnitt zwischen B 59 n und Geyen/Junkerburg zeigt sich derzeit in seiner ganzen Blütenpracht. Ein Eldorado für Naturfreunde und Naturfotografen. Mit einer einfachen digitalen Kamera und Makroeinstellung für Nahaufnahmen sind gerade jetzt echte Schnappschüsse möglich.

Direkt am Rande des Spazierweges, entlang des renaturierten Bachabschnitts, kann man zum Beispiel im flachen Böschungsgras zwei zum Verwechseln ähnliche schwarz-rote Schmetterlinge finden:

Den mittelgroßen Schmetterling Jakobskrautbär aus der Familie der Bärenspinner mit prächtigen grau-schwarzen Vorderflügeln mit roten Streifen und Punkten. Und den etwas kleineren Schmetterling aus der Familie der Widderchen, das Gemeine Blutströpfchen mit seinen drei paar roten Flecken auf den Vorderflügeln.



Nur einmal pro Jahr wird gemäht

Der Unterhaltungsverband Pulheimer Bach wird übrigens das Südufer des renaturierten Bachabschnittes nur einmal im Jahr mähen. Etwa Ende August, Anfang September. Denn erst dann ist die Sommerblüte beendet und die wichtigsten Blumen haben ihren Samen verteilt, so dass man sich auch im nächsten Jahr an der Blütenpracht erfreuen kann. Der Verband bittet um Geduld und Verständnis, dass derzeit an einigen Bachabschnitten der freie Blick auf den Bach, vom hoch auf der Böschung verlaufenen „Galerieweg“, wegen des prächtigen Pflanzenwuchses etwas verstellt ist.



Pulheim-Geyen: Distelfalter am Pulheimer Bach

Auf dem durch die Sonne erwärmten Spazierweg sonnt sich ein Distelfalter – ein ausgesprochener Wanderfalter.

Wie der Admiral fliegt er aus dem Mittelmeerraum nach Mittel- und Nordeuropa. Er saugt bevorzugt Nektar aus Blüten der Disteln und Brennnesseln.

Seine Nachkommen ziehen sich im Herbst wieder zurück.



Pulheim-Geyen: Pinselkäfer am Pulheimer Bach gesichtet

Der ca. 12 mm große Pinselkäfer lässt sich nur bei Sonnenschein sehen. Dabei muss man genau hinsehen:

Neben der zottigen, hellen Behaarung schützt ihn seine gelb-schwarze Färbung vor Feinden. Vor allem, wie auf diesem Bild, wenn er sich an den gelben Pollen einer Margerite labt.

Das Foto entstand mit einer einfachen Digitalkamera mit Makroeinstellung. Ort: Pulheimer Bach, Renaturierungsabschnitt zwischen Junkerburg und B 59 N.

Dort gleicht die Uferböschung neben dem Spazierweg jetzt einem Blütenmeer.



Pulheim-Geyen: Tanzende Pärchen des Tagfalters „Hauhechelbläuling“ am renaturierten Pulheimer Bach

Schon ein Jahr nach der Renaturierung hat sich der Pulheimer Bach zu einem Flora- und Fauna-Paradies entwickelt. Naturbeobachter können sich aktuell an einem interessanten Schmetterlingstanz erfreuen:

Pärchen des Tagfalters Hauhechelbläuling tanzen über den Blüten des Klees und des Hornklees und lassen sich manchmal auch gemeinsam auf einer Kleeblüte nieder, um Nektar zu saugen. Wenn man Glück und Geduld hat, kann man sie dabei fotografieren.

Ihre Flügelspannweite beträgt ca. 25-33 mm. Besonders das himmelblaue Männchen mit weißem Flügelrand fällt auf. Das Weibchen ist in Normalfärbung braun. Seine Farbe ist aber sehr veränderlich, so dass auch blau hineinspielen kann - wie das Foto zeigt.

Der weiße Flügelrand ist aber beiden gemeinsam. Sie leben in drei strikt voneinander getrennten Generationen:
Erste Generation Mai-Juni - also handelt es sich um ein Pärchen der ersten Generation 2009.
Zweite Generation Juli-September.
Dritte Generation Sept.-Okt.

Die erwachsene Raupe überwintert am Fuß der Nahrungspflanze: Klee und Hornklee.

Aufnahmedatum: 21. Mai 2009, vormittags. Ort: Klee im ersten Renaturierungsabschnitt Pulheimer Bach, gegenüber der Grabenmeisterei des Bachverbandes.

Für Wanderer und Fahrradfahrer sind die Wege mit kleinen blauen Schildchen und gelbem Richtungspfeil der regionale2010 ausgeschildert.


Puppe des Hauhechel-Bläulings




Raupe des Hauhechel-Bläulings


Polyommatus Icarus



Nach der Führung der Neuen KG-Pulheim hat sich jetzt das Dreigestirn Pulheim zu einem Fototermin am Bach eingefunden.

Die Caritas-Pulheim hat sich nach einer Möglichkeit erkundigt, im Bereich der Bachfurt Grabenmeisterei, für 2009 ein Picknick für Senioren zu organisieren.

Am Samstag, 28. März 2009, 15 Uhr, veranstaltet der Verein für Geschichte (vfg@vfg-pulheim.de) eine Führung am renaturierten Bach; Führung Horst Engel/Bachverband



Pulheim-Sinthern:
AG „Grünes Klasasenzimmer“ gegründet


Die Gemeinschaftsgrundschule in Pulheim-Sinthern (GGS) hat mit Schulleiterin Frau Ley und Frau Schulze-Hennings und 19 Kindern die Arbeitsgemeinschaft „Grünes Klassenzimmer - Pulheimer Bach“ gegründet und mit einer ersten Exkursion am Pulheimer Bach begonnen.

Verbandsvorsteher Horst Engel gab vor Ort erste Erläuterungen, wie man richtig am Bach auf „Entdeckung“ gehen sollte.

Alle Schülerinnen und Schüler waren begeistert. Es gelang sogar schon einigen Kindern unter den leicht grün veralgten Steinen Köcherfliegenlarven und Strudelwürmer zu finden - wichtige „Anzeiger“ für gute Wasserqualität.

Frau Ley und Frau Schulze-Hennings waren sich einig: „Ein guter Anfang ist gemacht, regelmäßige Exkursionen mit Beschreibung und Bestimmung der gefundenen Arten und die entsprechende Auswertung werden folgen.“

2009 wird die Rochusschule in Glessen, mit Rektor Paulke, ebenfalls eine AG „Grünes Klassenzimmer“ gründen.

Im Winter 2008/2009 wird der Bachabschnitt in Glessen, gegenüber der hochmodernen Membrankläranlage renaturiert.

Die Klärleistung dieser Anlage, so die Erläuterungen anl. ihrer feierlichen Inbetriebnahme am 4.9.08, liefert „Badewasserqualität“, so Vorstand Dr. Lindner vom Erftverband.



Pulheim: Neue KG vor Ort

Die Neue KG informierte sich bei einem fast dreistündigen Spaziergang über das Renaturierungsprojekt.


Pulheim/Rhein-Erft-Kreis: Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers weiht ersten Renaturierunsgabschnitt ein

Landrat Werner Stump (Rhein-Erft-Kreis), Bürgermeisterin Rehmann (Pulheim), Bürgermeister Falterbaum (Bergheim), Oberbürgermeister Fritz Schramma (Köln), Dr. Reimar Molitor (Regionaleagentur 2010), Prof. Aufmkolk (Nürnberg, Planer REGIOGRÜN), Dr. Reinhard Zeese und Dr. Oliver Bödeker(beide UNI-Köln, Geographisches Institut), führten die große Schar von rund 200 Gästen und interessierten Bürgerinnen und Bürger an.






Ministerpräsident Dr. Rüttgers betonte, dass das Land NRW im Rahmen der regionale2010 erhebliche Fördergelder für Projekte bereitstellt, die sich dem Wettbewerb gestellt haben und durchsetzen konnten. So auch die Renaturierung des Pulheimer Bachs – sie wird mit 80 Prozent Landeszuschuss gefördert.





Bürgermeisterin E. Rehmann bei ihrem Grußwort für die Stadt Pulheim.





Das war der entscheidende Moment:
Das Band in den NRW-Landesfarben wird vom MP und seinen "Assistenten" durchgeschnitten - die Fotografen und Fernsehkameras halten es im Bild und Film fest.



Nach dem Durchschneiden des Einweihungsbandes machte sich die Gästeschar bei einem Spaziergang ein erstes Bild vom „Naturbach“ mit seinen Meanderbögen, Stillwasserzonen, den Anpflanzungen, Plätzen zum Verweilen und einer ersten Erzählstation.



Auf dem Spaziergang angeregte Gespräche. Zu sehen u.a. Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann und Frau Dr. Ellen Cassens-Sasse (Pulheim) und im Bild hinten rechts mit der Kamera Peter Schreiner, Vorsitzender des Vereins für Geschichte. Sein Verein wird die begleitende Dokumentation des Regionaleprojektes „Wasserachse Pulheimer Bach“ übernehmen.

Einhelliges Urteil: Wirklich gelungen.







Nach dem Spaziergang ging es über die Bachfurt zurück zur
Grabenmeisterei. Die Kameraleute hatten sich auf der kleinen Bachinsel positioniert und NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers machte beim Queren über die Trittsteine natürlich eine ausgezeichnete Figur.

In die Halle der Grabenmeisterei zurückgekehrt schnitt Ministerpräsident Dr. Rüttgers den „Einweihungskuchen“ an – ein Marmorkuchen, den der Konditor zu einem wahren Kunstwerk gestaltet hatte.





Der Löschzug Geyen der Freiwilligen Feuerwehr Pulheim, unter Führung von Herrn Baus, hatte inzwischen den Grill in Betrieb gesetzt, so dass die Einweihung in ein zünftiges Bachfest überging.




Das Interesse bei der Bevölkerung war riesengroß und unterstreicht, dass das Projekt ankommt.

In Zukunft ist angedacht, dass der Verband stets den 8. Juli mit einem Tag der offenen Tür begeht.

Nächster Renaturierungsabschnitt: Glessen, gegenüber der Kläranlage. Voraussichtlicher Baubeginn: Winter 08/09.

Link zur Berichterstattung über die Einweihung des ersten Renaturierungsabschnitts auf der Seite der Teamplan...


weitere Impressionen von der Einweihung des ersten Renaturierungsabschnitts


Verbandsvorsteher Horst Engel begrüßt die Gäste zum Bachfest, anlässlich der Eröffnung des ersten Renaturierungsabschnitts.





Oberbürgermeister Fritz Schramme (Köln) bei seinem Grußwort.

v.l.: Stv. Bürgermeister Falterbaum (Bergheim), stv. Bürgermeisterin Elisabeth Rehmann (Pulheim), NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers MdL, Verbandsvorsteher Horst Engel MdL, Dr. Harald Wegner (Planungsbüro Fischer, Erftstadt), Dr. Reimar Molitor (Chef der Regionaleagentur), OB Fritz Schramma, Landrat Rhein-Erft-Kreis Werner Stump und Michael Breuer (früher NRW-Europaminister).



Aufmerksame Zuhörer



Die Scheren werden ausgegeben.





Dr. Rüttgers zählt: 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, Schnitt.



Auf zur Besichtigung; Prof. Aufmkolk (Freiraumplanung Nürnberg) mit roter Mappe.




Eine lange Schlange passiert die erste „Erzählstation“, den Maßstab und die Trittsteine zur „Schmetterlingsinsel“; v.r. mit Mikro Moderatorin von Radio-Erft.





Auf der Schmetterlingsinsel



Der Kuchen (Konditor Voosen, Pulheim) war nach einer halben Stunde gegessen.

[Fotos mit freundlicher Genehmigung der Regionale 2010 Agentur]



Wasserschlauch

In den Stillwasserzonen beobachtet:
Wasserschlauch, vermutlich der „Südliche Wasserschlauch“ - im Wasser treibend. Wasserpflanze mit kleinen Fangblasen - frisst aber nur Wasserflöhe.



Libellen

Bei der Libelle handelt es sich um ein Männchen von Aeschna cyanea, der Blaugrünen Mosaikjungfer, eine der häufigsten Großlibellenarten. Fliegt über Gewässern aller Art, meist Stillgewässern, bes. Lehmtümpeln (!), sogar in Siedlungen und Städten, jagt und fliegt auch weit von Gewässern entfernt in Wäldern, über Hecken und Lichtungen.



Erste Erzählstation fertig

Der 6 m Maßstab in den Regionalefarben blau und rot steht. Zur ersten Begehung im Rahmen der Einweihung, 8.7.08, 16 Uhr, wird vor Ort auch eine erklärende Tafel gezeigt. Beabsichtigt ist aber, dass solche Tafeln nur an den Ankerpunkten Auskunft über die Inhalte der einzelnen Erzählstationen geben werden. In der Landschaft selbst soll mit Schildern äußerst sparsam umgegangen werden.



regionale-Schildchen aufgehängt

Für Fußgänger und Radfahrer lenken auch die ersten kleinen blauen Regionale-Schildchen gezielt zum Bach. Am Bach machen diese Schildchen durch einen Kurzhinweis im gelben Dreieck ergänzend auf Erzählstationen aufmerksam.

Für den renaturierten Abschnitt finden sich je 2 Schildchen an der Kreisstraße und an der Einmündung Manstedtener Straße/In der Bachaue.



Glessen: Liebesallee

Gesichtet: Große Königslibelle (Anax imperator). Das Foto des fliegenden Exemplars ist in der Nähe der Liebesallee gemacht.


Großlibelle

Großlibelle, vermutlich eine Plattbauchlibelle



Pulheim: Besuch aus der Slowakei
Dr. Reinhard Zeese, Akademischer Direktor am Geographischen Institut der Universität zu Köln, führte seine Gäste aus der Slowakei auch nach Pulheim, an den renaturierten Abschnitt des Pulheimer Bachs. Über die Infotafeln an der Grabenmeisterei informierten sich die Wissenschaftler über das Projekt.





Sitzmöglichkeiten eingerichtet

Ein Baumstamm an der Rausche, eine dicke Baumscheibe im Bereich der Stillwasserzonen hinter der Grabenmeisterei und eine Bank weiter Bach abwärts, das sind Möglichkeiten zum Verweilen, um die Natur zu genießen.



Hülse für 6 m Maßstab steht

Die verzinkte Metallhülse steht. Jetzt fehlt nur noch der Maßstab und die Erläuterung zu ersten Erzählstation am Pulheimer Bach.



Erste Erzählstation in Vorbereitung

Ein 6 m hoher Maßstab, in den regionale2010-Farben, befindet sich in der Vorbereitung. Er soll zur Einweihung am Südufer, hinter der Schmetter-lingsinsel, seinen Platz finden.

Eine Tafel wird die notwendigen Erläuterungen geben. Später, wenn der Erlebnispfad in die Realisierungsphase kommt, wird man sich über Flyer und Internet die Infos holen können. Die Tafel wird dann in die Ankerpunkte integriert.



Hochwasser nach Sommerhitze reinigt

Ein „reinigendes Hochwasser“ hat in der Nacht vom 2.7. auf den 3.7.08 auch den ersten Reanturierungsabschnitt durchlaufen. Dabei wurden die Algenteppiche vor allem aus den Stillwasserzonen abgeschwemmt.

Auch eine Menge grüner Fadenalgen wurden abgetrieben. Algenteppiche und Fadenalgen sind Anzeiger für Nährstoffe, die u.a. von der Kläranlage eingetragen werden.




Geyen: Schmetterlingsinsel - Hochwasser

Ein starkes Hochwasser zeigt, dass der Bereich Schmetterlingsinsel und Altarm noch einmal mit Material angehoben werden müssen, damit Stabilität eintritt.



Zum Vergleich: So sah der erste Bauabschnitt vor der Umgestaltung aus




Wässerung der Anpflanzungen im ersten Bauabschnitt während der Hitzeperiode



Das Gemeine Leimkraut, auch Taubenkropf genannt (Silene vulgaris), hat sich angesiedelt. Es ist häufig an Böschungen zu finden.



Bachbunge blüht

Wasserdost blüht

Wasserfenchel und Wasserlilien


Blühsaum wird sichtbar

Vom Spazierweg, der wegen seiner erhöhten Lage wie ein „Galerieweg“ den Blick von oben auf den Bach und seine Ufer erlaubt, sind die blühenden Pflanzen und Stauden gut zu sehen.

Die Absicht, einen Blühsaum zu schaffen, so wie ihn Prof. Aufmkolk vorgeschlagen hat, ist gelungen.



Eintagsfliegenlarven sind eingewandert.



Köcherfliegerlarven sind auch eingewandert.



Der Strudelwurm hat sich niedergelassen.



Seerosen

Neben der Teichmummel, der wilden Teichrose, konnten jetzt auch blühende Seerosen entdeckt werden.





Orchideen

Jetzt erst entdeckt. Im Schatten der Bäume scheinen sie prächtig zu gedeihen.

Es handelt sich um den „Breitblättrigen Stendelwurz“ (Epiactis helleborine). Sie blüht im Juli, ihre Blüten sind purpurrot, oft aber auch blass oder grün. Die Blätter sind breit, eiförmig, stengelumfassend, rau.

Wussten Sie schon?
Ausgraben einer wild wachsenden Orchidee bedeutet ihr Todesurteil


Nur durch die in ihrer Gegenwart vorhandenen bestimmten Pilzarten, die in der Rinde ihrer Wurzeln siedeln, verschaffen sich Orchideen Nahrung, d.h. Nährstoffe, Enzymen Hormone und Vitamine.

Manche Arten ernähren sich ausschließlich mithilfe von Pilzen. Diese Symbiose mit Wurzelpilzen machte es lange Zeit unmöglich, Orchideen aus Samen heranzuziehen, denn zum Keimen benötigten die winzigen Samen die von den Pilzen produzierten Substanzen.

Viele Arten brauchen über ein Jahrzehnt Ungestörtheit an ihrem Wuchsort, wenn sie sich vom staubfeinen, reservestoffarmen Samen zur neuen blühenden Pflanze entwickeln sollen.

Die Gehölzstreifen am Pulheimer Bach wurden vor über einem Jahrzehnt angelegt. Jetzt wurde erstmals der Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine) mit einigen wenigen Exemplaren beobachtet.

Also, lernen wir ihn schätzen und schützen.



Blühsaum

So wie es Prof. Aufmkolk angedacht hat, so entwickelt sich der neue Bachlauf.

Mit den Binsen haben sich auch gelbe Blumen am neuen Bachufer angesiedelt.



Pulheim Regionale2010:
Erster Renaturierungsabschnitt fertig
Einweihung durch Ministerpräsident Rüttgers


Zwischen der Junkerburg in Pulheim-Geyen und der B 59 N vor Pulheim, auf einer Gesamtlänge von rund 700 Metern, ist die Bachrenaturierung abgeschlossen. Seit dem ersten Spatenstich am 3. Dezember 2007 wurden rund 6.100 Kubikmeter Erde bewegt und 900 Kubikmeter Beton abgebrochen und entsorgt. Blaubinse, Wasserfenchel, Wasserdost, Bachbunge, Wasserlilien, Rohrkolben, Schilf, wilde Teichrose, Stieleichen, Sommerflieder, Schwarzerlen und Weiden – insgesamt über 1.500 Pflanzen wurden angepflanzt und unterstreichen Meanderbögen und Stillwasserzonen des Naturbachs. Spaziergänger entdecken seltene Libellen, Schmetterlinge, Wasseramsel, Eisvögel und Fledermäuse. Aber auch im Bach hat sich viel getan: Stichlinge, Gründlinge, Mühlgoppen, Strudelwürmer, kleine Bachkrebse, Frösche und Egel, haben den Bach wieder entdeckt. Kurz: Die Natur ist zurückgekehrt.

Einweihung am Dienstag, 8. Juli 2008, 16 Uhr, im Rahmen eines kleinen Bachfestes, durch Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers MdL.




Zweite Bachinsel angelegt

Nach dem Abriss der nicht mehr benötigten Bachbrücke ist jetzt die neue Bachfurt fertig. In Verlängerung der Straße „In der Bachaue“ führt jetzt ein schmaler Spazierpfad die Böschung hinunter und über Trittsteine und eine Insel zum Spazierweg auf der anderen Bachuferseite.

Damit sind die Erdarbeiten abgeschlossen. Ergänzende Anpflanzung mit Sträuchern und eine Einsaat mit einer speziellen Biotopmischung wird in wenigen Wochen auch diesen Bachabschnitt in erstes Grün tauchen.



Infopunkt Grabenmeisterei

Kurz und knapp informieren Tafeln an der Grabenmeisterei über das Regionaleprojekt und über Aufgaben des Unterhaltungsverbandes Pulheimer Bach.



Statt Brücke Bachfurt mit Trittsteinen

Die Brücke hinter der Grabenmeisterei ist abgerissen. Damit trotzdem der neue Bachauenpark-Geyen (Arbeitstitel) von der Manstedener Straße und der Zufahrt zur Grabenmeisterei „In der Bachaue“, erreicht werden kann, entsteht eine neue Bachfurt mit Trittsteinen. Die Trittsteine werden so gelegt, dass man auch ein Fahrrad mitnehmen kann – natürlich schiebend.




Brücke an der Grabenmeisterei abgerissen
Ende der Bauarbeiten in Sicht


Mit dem Abriss der Brücke neigen sich die Bauarbeiten ihrem Ende zu.

Jetzt werden noch die Böschungen angelegt und Trittsteine ausgebracht, damit in der neuen Bachfurt das Überqueren des Gewässers möglich bleibt.


Pulheim/Glessen – Rhein-Erft-Kreis:
Verbandsversammlung berät über Projektskizze Wassererlebnis- und Lehrpfad
Universität zu Köln, Geographisches Institut, hat Patenschaft übernommen


Am Pulheimer Bach wurde im Rahmen des Regionaleprojektes durch den Unterhaltungsverband mit dem ökologischen Rückbau begonnen. Der erste Renaturierungsabschnitt soll am 8. Juli 2008 eingeweiht werden. Parallel dazu hat die Verbandsverwaltung die Projektskizze „Wassererlebnis- und Lehrpfad“ vorangetrieben und damit Neuland betreten. Anfang nächster Woche soll die Verbandsversammlung hierzu beraten und beschließen, um im Rahmen der regionale2010 – REGIOGRÜN – Wasserachse Pulheimer Bach, die notwendigen Landesmittel beantragen zu können.

Hierzu war es der Verbandsverwaltung in monatelanger Vorarbeit gelungen herausragende Kompetenzen „zusammenzubinden“, so dass ein Projekt von hohem Anspruch reifen konnte. Dabei hat die Universität zu Köln, Geographisches Institut, für das Projekt eine Patenschaft übernommen. Durch den Wissenstransfer werden folgende Hauptziele verfolgt: Das Verständnis für die Renaturierungsmaßnahmen zu verbessern, Kenntnisse über die Umwelt zu fördern, das Umweltbewusstsein zu stärken und Bindungen zur Landschaft zu schaffen oder zu vertiefen. Durch die Kooperation zwischen der Universität und dem Bachverband ist es möglich, studienrelevante Veranstaltungen (Geländepraktika, Schulpraktika, Examensarbeiten) und wissenschaftliche Forschung durchzuführen. Der Erkenntnisgewinn soll den Studierenden, Lehrenden, Forschern, aber auch der Region zugute kommen. Für die Schulen sollen z.B. außerschulische Lernorte (Grünes Klassenzimmer) entstehen. Das Projekt wird vom Akademischen Direktor Dr. Reinhard Zeese koordiniert.

Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule in Pulheim-Sinthern und auch das Lehrerkollegium haben sich im Rahmen eines Wandertages schon einmal vor Ort umgesehen (Bild). Es ist vorgesehen weitere Schulen für das Projekt zu gewinnen.

Der Verbandsvorsteher
gez.: Horst Engel



Stillwasserzonen bewohnt
Die links und rechts des Bachlaufs angelegten Stillwasserzonen sind bereits bewohnt. Nicht nur von den Stockenten (Bild): Mit Geduld und der nötigen Vorsicht kann man derzeit Stichlinge mit ihren 2-3 cm großen Jungen beobachten. Sie schwingen in der Welle zwischen Bachlauf und Stillwasserzonen hin und her.
Horst Engel: „Aber Vorsicht! Die Stillwasserzonen sind unterschiedlich tief. Es gibt sehr flache Stellen, die sogar trocken fallen können und sehr tiefe Stelle – über einen Meter tief. Also liebe Eltern, bitte wirklich auf die Kleinen aufpassen!“ Neben dem Dreistachligen Stichling sind, wenn man etwas Glück hat, auch andere Fische und Arten zu beobachten: Gründling, Moderlieschen, Taumelkäfer, Flohkrebse, Muschelkrebse, Strudelwürmer, Wasserskorpion und Egel, um nur einige Arten aufzuzählen.

Um die wertvolle Natur dauerhaft zu erhalten und zu schützen und sich am Naturerlebnis zu erfreuen, macht der Unterhaltungsverband Pulheimer Bach darauf aufmerksam, dass Hunde unbedingt an der Leine geführt werden müssen. Auch das Wegwerfen von Zigarettenkippen, Plastikflaschen und sonstigen Verpackungen gehört sich nicht.


Schmetterlingsinsel fertig
Die Renaturierungsarbeiten am Pulheimer Bach gehen Mitte Juni ihrem Ende entgegen; die Einweihung ist für Anfang Juli geplant. Zwischen dem Park der Junkerburg, der bekannten Wasserburg am Ortseingang von Pulheim-Geyen und dem Übergang zur neu angelegten Bachaue, die sich bis an die B 59 N erstreckt, wurde eine „Schmetterlingsinsel“ angelegt. Neben der Einsaat einer besonderen Biotopmischung für Schmetterlinge wurden die ersten Blühsträucher, (Sommerflieder) und Uferpflanzen (Blaubinse, Bachbunge, Wasserfenchel und Wasserdost) gepflanzt. In der nächsten Pflanzperiode sind Ergänzungen geplant. „Damit tragen wir vor allem dem Phänomen Rechnung, dass dort viele seltene Tiere (Dachs), Vögel (Eulen, Wasseramsel, Bachstelze, Eisvögel, Fledermäuse), seltene Libellenarten (gebänderte Prachtlibelle) und andere Insekten und Schmetterlinge heimisch sind“, so Verbandsvorsteher Horst Engel.
Die Insel ist jetzt schon bei Spaziergängern beliebt, weil man nur (natürlich auf eigene Gefahr) über Trittsteine, die im Bach verlegt wurden, die Insel erreichen kann. Fahrradfahrer müssen absteigen. Die Trittsteine sind so breit gewählt, dass man trotzdem das Fahrrad an der Hand mitführen kann.


Spatzenkolonie

Durch umfangreiche Wärmedämmungsmaßnahmen finden die Spatzen zum Brüten kaum noch Lücken und Nischen in Gebäuden und Dächern – sie sind selten geworden.

An der Grabenmeisterei gibt es jetzt Ersatz.




Kaulquappen

In einer der Stillwasserzonen wurden Kaulquappen entdeckt. Mal sehen welche Frösche sich hier wohl vermehren?

Der Graureiher hat sie auch schon entdeckt und ist seit einigen Tagen im neuen Bachbett auf der Pirsch.

In der abgerissen Betonrinne, die gut 50 Jahre das Bachbett ausmachte, war so viel Natur nie zu beobachten.



Bauarbeiten vor dem Abschluss

Noch ca. 100 m Böschungsgestaltung und Rückbau der Baustraße in einen Spazierweg und dem abschließenden Abriss der Brücke an der Grabenmeisterei – fertig.

Nicht ganz: Die Brücke wird durch eine breite Furt mit einer Überquerung durch Trittsteinen ersetzt.



Nistkästen aufgehängt

Eine kleine Kompensation der Rodungen, um mit den schweren Baufahrzeugen arbeiten zu können, ist auch die Aufhängung von Nistkästen:

Eulen-, Fledermaus-, Sperling- und Singvögelkästen kamen zum Einsatz. Auf Sitzwarten für Greifvögel wurde bewusst verzichtet, da sie sich nachteilig auf Singvögel auswirkt.



Ankerpunktfläche?

Für den beabsichtigten Erlebnispfad sind auch „Ankerpunkte“ für Informationen und Wetterschutz angedacht. Sie haben aber nur dort Sinn, wo durch „soziale Kontrolle“ Beschädigungen pp. erschwert werden.

So ein Punkt könnte an der Bachbrücke/Parkstraße/Reiterhofpforte gegeben sein.



Dachs ist umgezogen

Der Dachs, zwischen B 59 N und Junkerburg heimisch, hat seinen Bau vom Südufer ans Nordufer verlegt. Heftige Spuren seiner „Erdarbeiten“ sind ein erster Hinweis.



Geyen: Erstklässler der GGS-Sinthern erkunden den Bach

Mit einem Wandertag machten sich Lehrer und Schüler der GGS-Geyen ein erstes Bild von den Möglichkeiten eines „Grünen Klassenzimmers“.

Es gab viel zu entdecken. Mit einem „Ankersichtgerät“ wurde intensiv der Bachgrund abgesucht – ein kleiner Vorgeschmack auf Grenzen und Möglichkeiten der „Wasserachse Pulheimer Bach – Erlebnis- und Lehrpfad“.



Geyen: Muschelkrebse in Stillwasserzonen gesichtet

Es handelt sich um sog. Muschelkrebse (Ostracoden), die in stehenden Gewässern recht häufig sind.

Welweit gibt es davon etwa 10.000 bis 15.000 Arten, die wie winzige Muscheln aussehen und zur Klasse der Crustacea (Krebstiere) zählen. Der Körper ist durch zwei harte Schalenhälften geschützt, die durch ein elastisches Band zusammen gehalten werden. Zu den sieben Extremitätenpaaren zählen ein langes und ein kurzes Antennenpaar, die gleichzeitig zur Fortbewegung genutzt werden.

Dadurch können sie sich gleichmäßíg, manche sogar sehr schnell fortbewegen. Die Nahrung ist je nach Art sehr verschieden und kann aus Pflanzenresten aber auch aus Algen, Diatomeen, Detritus und Tierleichen bestehen.


Pulheim: Besichtigung

Anlieger der Wohnstraße „Im Bachgarten“, Pulheim, nutzten die Einladung von Verbandsvorsteher Horst Engel, sich am Pfingstsamstag den Stand der Renaturierungsarbeiten des ersten Bauabschnitts anzusehen. Horst Engel machte deutlich, dass die jeweiligen Platzverhältnisse entscheiden, ob nur die Betonsohlschalen als Minimallösung herausgenommen werden, ob Meanderbögen entstehen können und ob Stillwasserzonen angelegt werden können. Auf jeden Fall werden alle Planungsüberlegungen in enger Abstimmung mit den Anliegern vorgenommen.

Der Bachabschnitt zwischen Bahnüberführung und Widdersdorfer Straße gehört ebenfalls zu den Abschnitten die renaturiert werden sollen.



Geyen: Burgweg über Pfingsten offen

Seit Pfingstsamstag hat Frau M. Th. Schumacher, Junkerburg, den Durchgang von der über Trittsteine erschlossenen Schmetterlingsinsel, über den Burgweg, vorbei an der Erdbeer- und Spargelbude, durch den Burgpark zur Manstedtener Straße geöffnet.

Spaziergänger und Fahrradfahrer sind begeistert. Wetterfahne der Junkerburg und der Kirchturmshahn der Geyener Kirche „schauen“ zu.




Geyen: Wasserlilieninsel blüht

Zwischen Grabenmeisterei und Schmetterlingsinsel blühen jetzt die Wasserlilien, die die kleine, unscheinbare Insel zur Wasserlilieninsel machen.

Das Niedrigwasser, Lufttemperatur 28,5 Grad Celsius, macht die feinen, wellenartigen Sedimentstrukturen sichtbar – typisch für ein solches Fließgewässer.

Deshalb gilt für Hundebesitzer: Hunde bitte anleinen.



Geyen: Stichlinge

Junge Stichlinge werden seit einigen Tagen im Bach und in den Stillwasserzonen beobachtet.

Man sieht förmlich, wie schnell sie wachsen.



Trockenwetterabfluss - Bachauenpark Geyen

Das anhaltende Hochdruckwettermit dem im Sommer üblichen Trockenwetterabfluss zeigt z.B. in der neuen Rausche sehr anschaulich, dass der Bach tatsächlich über ausreichende Wassermengen verfügt.




Geyen: Burgweg und Schmetterlingsinsel vor der Junkerburg mit Trittsteinen verbunden

Freitag vor Pfingsten 2008 konnten die Trittsteine in die Bachfurten vor und hinter der Insel gelegt werden.

„Kaum drin, schon erste Entdeckungsfreunde gefunden.“

Aber Eltern, aufgepasst, noch haben wir eine Baustelle und die Stillwasserzonen sind tief. Da fehlt noch die schützende Uferbepflanzung und hilfsweise und vorübergehend kleine Zäune. Aber eins ist jetzt schon klar: Der neue Bachauenpark Geyen wird ein Erfolg. Am 8.7.08 soll die Einweihung erfolgen.

Und noch eine Bitte: Hunde bitte anleinen.




Junge Fische in Stillwasserzonen gesichtet

Kaum sind die Stillwasserzonen fertig, schon konnten in Ufernähe erste Jungfische beobachtet werden.






Attraktiver Inselweg

Der Uferrand- und Spazierweg führt vor der Junkerburg über eine Insel, die, nach Fertigstellung und Ausschilderung über Trittsteine erreicht werden kann. Gleichzeitig wurde ein kurzes Stück Altarm des früheren Bachverlaufs mit einer kleinen Insel zu Demozwecken erhalten. Neben Sommerflieder auf dem Südufer wurden als Uferrandbepflanzung am 1. Mai 2008 Ableger von Wasserfenchel gepflanzt.






Massen von Beton- und Mauerbruch behinderten die Renaturierungsarbeiten und verursachten eine deutliche Kostensteigerung.

Vor der Junkerburg wurden überraschend größere Mengen von Beton- und Mauerbruch gefunden, die einerseits die Renaturierungsarbeiten behinderten, andererseits aber ordnungsgemäß entsorgt werden mussten.

Wegen der erheblichen Zusatzkosten wurde bei der Bez.-Reg. Köln die sofortige und förderungsunschädliche Beseitigung und ein Antrag auf Nachtragsförderung gestellt.




Rausche statt Absturz

Gewässerabstürze sind künstliche Hindernisse, die man vor über 50 Jahren zur Überwindung von Gefällestrecken in Fließgewässern hineinbetoniert hat. Unüberwindbar nicht nur für Enten mit ihren gerade geschlüpften Küken, wie man sie aktuell an vielen Bachabschnitten beobachten kann. Vor allem für Fische, Krebse und unzählige andere Kleinlebewesen endet jedes Fliessgewässer an solchen Betonhindernissen. Verbandsvorsteher Horst Engel: „Wir haben rund 20 Abstürze am Pulheimer Bach aber wir haben das Glück, dass alle im Rahmen der regionale2010 in so genannte „Rauschen“ umgewandelt werden können.“ Ein solcher Absturz wurde gerade im ersten Bauabschnitt zwischen der B 59 N und Pulheim-Geyen beseitigt. Das starke Gefälle wird jetzt auf einer längeren und sanften Strecke durch Kies und Steine überwunden. Sie erzeugen nicht nur das angenehme Bachrauschen, die Melodie eines jeden Naturbaches, sondern verhindern gleichzeitig auch das „Eingraben“ des Gewässers in den Untergrund. Solche Rauschen, auch Sohlgleiten genannt, schaffen die Durchgängigkeit des Gewässers und reichern es mit viel Luftsauerstoff an. Ein Wert an sich. Alle Wasser gebundenen Tiere und Kleinlebewesen können jetzt den Bach ohne Hindernis passieren. Engel: „Jetzt ist der Bachabschnitt zwischen Pulheim und der Junkerburg in Pulheim-Geyen wieder durchgängig. Wenn man sich ruhig verhält kann man mit Geduld sogar schon wieder die ersten Fische in den neuen Stillwasserzonen oberhalb und unterhalb der Rausche beobachten.“

Am 3. Dezember 2007 erfolgte der erste Spatenstich. Die Renaturierungsarbeiten kommen gut voran. Durch den außergewöhnlich nassen März wird mit dem Abschluss aller Arbeiten im Mai/Juni gerechnet.




Auch das passiert.

Ein Kanalrohr lag mit zu geringer Überdeckung und damit zu dicht unter der Betonsohlschale. Beim Herausbrechen des Betons wurde das Steinzeugrohr beschädigt. Zur Reparatur musste eine Wasserhaltung vorgenommen werden. Zwei Tage Reparaturzeit waren nötig.



Stockenten sind bereits eingezogen.



Der Spazierweg ist fast fertig.



Der Spazierweg nimmt Formen an





Schöner Hohlweg

Um die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse zu ermitteln, war eine Vermessung der Flächen im Bereich Junkerburg, Bach, Brücke, Parkstraße und Reiterhof erforderlich geworden. Dabei stellte sich u.a. heraus, dass städtisches Gelände, inklusive Teile des Unterhaltungsweges von Dritten über Jahre als Ziegenwiese genutzt wurde.

Ein Erdwall von unbekannter Herkunft versperrte den Unterhaltungsweg. Nach der Vermessung verschwanden Zäune und Ziegen.

Der Erdwall konnte inzwischen bis auf das fremde Bauholz entfernt werden, so dass der Unterhaltungsweg, ein sehr schöner Hohlweg, auf der Nordseite des Baches, wieder zugänglich wird.



Nach Vermessung, um die Grundstücksverhältnisse zu klären, konnte endlich begonnen werden. Scheue Pferde wurden vom angrenzenden Betrieb vorübergehend in einem anderen Stall untergestellt – schauten später aber interessiert zu. Der enge Bachabschnitt zwischen Brücke (Höhe Parkstraße) und Junkerburg ist nun fast fertig: Alle Sohlschalen konnten entfernt werden. Die Ufer wurden mangels Platz leicht abgeflacht und mit Steinschüttungen stabilisiert. Jetzt fehlen noch Feinarbeiten und Bepflanzung.



Die Mitglieder der Verbandsversammlung nutzten die Gelegenheit, vor der April-Sitzung und bei strahlendem Sonneschein sich ausführlich über den aktuellen Stand der Renaturierungsarbeiten zu informieren.

Noch vor den Sommerferien soll eine weitere Sitzung stattfinden, um dann evtl. noch notwendige Beschlüsse zu fassen.






Nach mehrtägigem Frühjahrshochwasserüberraschend starker Kaltlufteinbruch aus nördlichen Richtungen mit starkem Schneefall behinderten die Renaturierungsarbeiten.



Erster Bauabschnitt: Betontunnel wird abgerissen



Nach getaner Arbeit, bei eisigem Ostwind, freute man sich auf einen heißen Kaffee. v. r.: Heiner Opitz, Stephan Decker, Olaf Kleine-Erwig, Anne Keller, Mitarbeiter Markus Dunkel, von der ausführenden Firma ASTACUS Jens Gelderblom und Grabenmeister Porschen.


Regionaleprojekt Pulheimer Bach

Wasserfenchel gepflanzt


Das renaturierte und neue Bachbett, teilweise in einer Breite zwischen 5 und 8 Metern, mit Meanderbögen, Stillwasserzonen, Flach- und Steiluferabschnitten ist bereits so weit fertig gestellt, dass die ersten Stockentenpaare schon Besitz ergriffen haben. Verbandsvorsteher Horst Engel: „Es war höchste Zeit die Mitglieder der Verbandsversammlung zu einer Baustellenbesichtigung einzuladen.“

Die staunten nicht schlecht, wie gut das Projekt im Zeitplan liegt. Denn, seit dem ersten Spatenstich vom 3. Dezember 2007 wurden inzwischen einige Hundert Kubikmeter Betonsohlschalen entfernt und ebenso große Mengen Lös- und Lehmboden bewegt. Entstanden ist eine völlig neue Bachlandschaft. Engel: „Ich ahne, dass diese Bachaue für Geyen ein Stück identitätsstiftend sein wird.“

Aber nicht nur die Besichtigung stand auf dem Terminplan. Die Mitglieder der Verbandsversammlung ließen es sich nicht nehmen Büschel des Großen Wasserfenschels (Oenanthe aquatica) an die neuen Ufer zu pflanzen. Der Große Wasserfenchel verträgt starke Schwankungen des Wasserspiegels. Das muss er auch, denn der renaturierte Bach muss zum Hochwasserschutz bis zu 3 Kubikmeter Hochwasser/Sekunde gefahrlos ableiten können. Früher waren seine Früchte Bestandteil harntreibender und hustenstillender Heilmittel. Daran erinnert noch der Name „-fenchel“.



Die Mitglieder der Verbandsversammlung und Gäste pflanzten Büschel des Großen Wasserfenchels am neuen Ufer des renaturierten Bachs vor der Junkerburg. v. r.: Udo Milewski, Stephan Decker, Olaf Kleine-Erwig, Anne Keller, Aloys Keulertz und Heiner Opitz.



Eisvogelrevier

Mehrere Steiluferabschnitte, direkt am Wasser, je mindesten ca. 1,50 m hoch, werden für die fliegenden Edelsteine, die Eisvögel, angelegt. Sie sind seit Jahren am Pulheimer Bach heimisch.

Der Eisvogel benötigt lotrechte oder leicht nach vorn geneigte Steilwände aus Lehm oder festem Sand. Die „Einrahmung“ durch einen dichten Gehölzbestand folgt später. In den oberen Teil der Steilwände wird der Eisvogel eine 40 bis 80 cm lange, im Querschnitt hochovale, etwa 8 cm hohe und leicht ansteigende Röhre mit einem Kessel am Ende graben. Dafür braucht er zwischen vier und zehn Tagen, bis er mit dem Brutgeschäft beginnt.




Schon jetzt gut zu sehen, dass sich das zukünftige, naturnahe Bachbett mit Meanderbögen und kleinen Blenken wohltuend von dem Bach abwärts geraden, naturfernen, mit Betonsohlschalen ausgekleideten, ehemaligem Bachbett abhebt.

Durch das klare Wasser auch erkennbar, dass die Bachsohle durch ein Kiesgemisch eine deutlich höhere Oberfläche bekommt. Dadurch vergrößert sich die Fläche für filternde Mikroorganismen, die jeden Kieselstein mit einem biologischen Film umhüllen.

Durch ihre Fähigkeit Nährstoffe abzubauen wird die Qualität des Bachwassers weiter verbessert. Man braucht keine große Phantasie, um sich auszumalen, dass es nicht lange dauern wird, bis Flora und Fauna hier Besitz ergreifen.



Der gleiche Bachabschnitt in Gegenrichtung.

Im Hintergrund ist noch der etwa 50 m lange, durch ein Betonkastenprofil verrohrte, absolut naturferne Abschnitt zu sehen.

Im Vordergrund sieht man das zukünftige flache Bachufer mit Blenken (kleinen Teichen) und Uferzonen in unterschiedlicher Höhe, die verschiedene Kleinbiotope entstehen lassen.



Im Bereich des Absturzes sind Schon rund 50 m Betonsohlschalen entfernt.



Im Bereich der Hochspannungsmasten ist das Kastenprofil der Verrohrung für den Abbruch freigelegt.



Vor der Junkerburg macht der auf dem Unterhaltungsweg gelagerte Erdwall Ärger.

Ca. 300 m³ Beton- und Mauerbruch von der ehemaligen Feldscheune schränken die Verwendung der Massen ein. Der Erdwall muss weg, da dort aufgeforstet werden soll.



Auch durch Grubbern verschwinden die Beton und Mauerbruchreste nicht.




Pulheim/Rhein-Erft-Kreis:
Pulheimer Bach - Bachrenaturierung im Zeitplan
Vorfrühling kündigt sich an


Nach dem ersten Spatenstich Anfang Dezember 2007
schreiten die Bauarbeiten zur Renaturierung des
Bachabschnitts zwischen der B 59 N und Geyen, Junkerburg
zügig voran. Die unvermeidlichen Rodungsarbeiten sind abgeschlossen, so dass vorübergehend eine provisorische Baustraße angelegt werden kann, damit die schweren Fahrzeuge zum Abbruch der Betonsohlschalen heranfahren können. Die ersten Sohlschalen warten schon auf den Abtransport.

Mit der Fertigstellung wird für Ende März Anfang April gerechnet. Die Gesamtmaßnahme kostet rund 230.000,- Euro. Das Land NRW trägt 80 Prozent, 20 Prozent tragen die Mitgliedstädte Pulheim und Bergheim.

In der Bachaue gibt es viel zu entdecken. Zum Beispiel
die von den Bauarbeiten völlig unbeeindruckten Vorfrühlingsboten, wie die Blütenstände der Schwarzerle. Diese und andere interessante Makrofotomotive geben einen ersten Hinweis auf den späteren Erlebnis- und Lehrpfad.

gez.:
Der Verbandsvorsteher
gez.: Horst Engel





Pulheim: Renaturierung begonnen

Bei leichtem Frost hat die ausführende Firma mit dem Herausbrechen der Betonsohlschalen begonnen. Auch der Betondurchlass wurde freigelegt.

Die Arbeiten kommen gut voran. Ende März/Anfang April 2008 soll alles fertig sein.



Nach dem Anlegen der Baustraße:
Aus einer Schicht Mineralbeton wird mit dem Abbruch der Betonsohlschalen begonnen.



Das muss nicht sein:
Solche Schäden können vermieden werden.



Diebe im Einsatz

Aber auch die Polizei war wieder vor Ort: Zwischen den Feiertagen wurde der große Bagger aufgebrochen und 300 Liter Diesel gestohlen.

Einige Tage später, im neuen Jahr, haben unbekannte Diebe Holz gestohlen und Bäume, die unbedingt erhalten werden sollten und deshalb farblich gekennzeichnet waren, abgesägt. Sie wurden offensichtlich gestört, so dass der Abtransport unterblieb.


Regionale2010-Ausstellung fand großes Interesse Im Rahmen des ersten Spatenstichs hatte das Regionale-Büro seine Ausstellung mitgebracht. Die einzelnen Banner stießen nach den Reden auf großes Interesse.




Nachfeier

Zur „Nachfeier“ das Gruppenbild.




Regionale-Ausstellung

Das Regionale-Büro zeigte seine Ausstellung regionale2010 und RegioGrün; der Bachverband war mit seinem Projektbanner (rechts) erstmals vertreten.





Zu fünft an der Schippe

Petrus hatte ein wirkliches Einsehen. Kurz zuvor hatte es noch gestürmt und geregnet. Aber genau zum ersten Spatenstich hellte sich der Himmel auf. Sogar die Wintersonne zeigte sich für einige Momente. Das reichte aus, um den ersten Spatenstich anzugehen. Dabei ist es Tradition des Bachverbandes, „wer redet muss auch an die Schippe“: v.l.: stv. Bürgermeister Helmut Paul (Bergheim), Bürgermeister Dr. Morisse (Pulheim), Landrat Werner Stump (Rhein-Erft-Kreis und Vorsitzender des Regionale-Ausschusses)), Frau Mick (Regionale-Büro) und Horst Engel MdL (Verbandsvorsteher).




Pulheim:

Erster Spatenstich am Pulheimer Bach

Landrat Werner Stump, Bügermeister Dr. Morisse (Pulheim) Stv. Bürgermeister Helmut Paul (Bergheim), Frau Mick (Regionale-Büro), Vertreter der Verbandsversammlung, des Planungsbüros Fischer, der Kreisplanungsbehörde (Herr Geusen), der Unteren Wasserbehörde (Herr Hartmann) der Stadtverwaltung Pulheim (Herr EB Senk, Frau Dr. Cassens-Sasse, Herr Kleine-Erwig, Herr Springob), der Bau ausführenden Firma ASTAKUS (Herr Diplomgeograph Jens Gelderblom) und die Vertreter der Presse waren gekommen.


Verbandsvorsteher Horst Engel erinnerte bei seiner Begrüßung daran, wie umfangreich das Qualifizierungsverfahren war. Frau Mick stellte heraus, dass dieser erste Spatenstich tatsächlich der erste Spatenstich der RegioGrün-Projekte im Rahmen der regionale2010 sei (!). Landrat Stump erläuterte die Bedeutung der regionale2010 für die Kommunen im Regierungsbezirk Köln. Bürgermeister Dr. Morisse stellte heraus, dass die Projekte der regionale2010 auch in Pulheim inzwischen eine wirkliche Eigendynamik entfaltet hätten. Stv. Bürgermeister Helmut Paul überbrachte die Grüße der Stadt Bergheim und erinnerte daran, dass es zu Beginn des Qualifizierungsverfahrens schon Überzeugungskraft gekostet habe, das Projekt „Wasserachse Pulheimer Bach – Lehr- und Erlebnispfad“ nach vorne zu bringen. Inzwischen, so seine Beobachtung, findet das Projekt auch in Köln seine Unterstützung, da ja letztlich aus dem zur Versickerung gebrachten Bachwasser in Köln-Weiler Trinkwasser gemacht wird.

1. Spatenstich für ersten Bauabschnitt am 3. Dezember 2007 (.pdf-Format)

Unterhaltungsverband Pulheimer Bach
In der Bachaue
50259 Pulheim
Tel.: (02238) 50794
Fax.: (02238) 808345
Sprechzeiten:
montags von 10 - 12 Uhr
Grabenmeisterei:
In der Bachaue
(zwischen Geyen und Pulheim)
50259 Pulheim
Tel.: (02238) 50794
Fax.: (02238) 808345