Der Hochwasserschutz und seine even­tu­elle Anpassung erfor­dert die konti­nu­ier­li­che Wasserstandsbeobachtung und Aufzeichnung. Dies erfolgt durch auto­ma­ti­sche Pegelstationen bei Bachkilometer 3,0 und 0,8. Sie zeich­nen stän­dig den Wasserstand auf.

Die elek­tro­ni­schen Pegeldaten werden regel­mä­ßig über die Infrarotschnittstelle mittels Laptop ausge­le­sen. Die Daten sind Grundlage für die Fortschreibung des Niederschlagsabflussmodells, um auf gesi­cher­ter Datenbasis den bestehen­den Hochwasserschutz über­prü­fen zu können. Durch ein dich­tes Netz von Grundwassermessstellen wird der Grundwasserstand gemes­sen.

2015 wurde das Messnetz am Pulheimer Bach durch zwei neue Pegel der Rhein-Energie-Köln ergänzt. Ein Pegel hat in Höhe der Woltersmühle seinen Platz gefun­den — der zweite Pegel vor der Pletschmühle. Die Pegel sind mit der entspre­chen­den Elektronik ausge­stat­tet, messen und spei­chern stän­dig die aktu­el­len Wasserstände. Ihre Messergebnisse tragen dazu bei die Bachwassermenge zu ermit­teln, die in der Großen Laache versi­ckert wird und so das Grundwasserdargebot im Kölner Norden anrei­chert.

  • Oberlauf
    Pegel 1: Pulheim-Sinthern, Dammstraße, Bachabschnitt Woltersmühle (Rhein-Energie, Köln); in Betrieb seit Ende 2015
  • Mittellauf
    Pegel 2: Pulheim-Geyen, In der Bachaue, Bachabschnitt Bachmeisterei; in Betrieb Frühjahr 2016. Die Pegeldaten werden ab Frühjahr 2016 über die Homepage des Verbandes online gestellt.
  • Mittellauf
    Pegel 3: Pulheim, Im Büngertchen, Bachabschnitt vor der Brücke Kantstraße (LANUV-NRW, Bonn); seit etwa 1996 in Betrieb.
  • Unterlauf
    Pegel 4: Pulheim, Bachabschnitt vor dem Aufteilungsbauwerk Pletschmühle (Rhein-Energie, Köln); seit Ende 2015 in Betrieb.
  • Unterlauf
    Pegel 5: Große Laache, km 0,0. Dieser Pegel dient den Besuchern als Orientierung. Es werden 3 Bereiche ange­zeigt: Normal (grün), hoch (orange) und nied­rig (orange). Bei Wasserstand „grün“ liegt die Wassertiefe im Pegelbereich bei ca. 80 Zentimeter.

Niederschlagsmenge

Neben der stän­di­gen Aufzeichnung des Wasserstandes durch Pegelstationen, wird auch der Niederschlag konti­nu­ier­lich durch auto­ma­ti­sche Niederschlagsmessstellen aufge­zeich­net. Hier die Niederschlagsmessstelle bei Bachkilometer 3,0:

  • Mittellauf
    a) Pulheim-Geyen, In der Bachaue, Bachabschnitt Bachmeisterei – LANUV Bonn; in Betrieb seit ca. 2006.
    b) dto. – Globe-Wetterstation; in Betrieb seit Mitte 2014 – 10-münige Auflösung. Es werden alle Wetterdaten, z.B. Wind, Niederschläge und Bodenfeuchte gemes­sen und online durch die UNI-Köln, Geographisches Institut ausge­wer­tet.

Grundwasser-Messstelle

  • Mittellauf
    Pulheim-Geyen, In der Bachaue, Bachabschnitt Bachmeisterei – Rhein-Energie; in Betrieb seit Juli 2007.

Große und Kleine Laache – jährliche Versickerungsmengen

Der über das Jahr gemit­telte Abfluss im Pulheimer Bach, kurz ober­halb der Pletschmühle liegt zwischen 50 bis 60 Liter/Sekunde. Danach versi­ckern in der Großen und Kleinen Laache pro Jahre durch­schnitt­lich zwischen 1,6 bis 2 Millionen Kubikmeter Bachwasser.

Messreihe und Dokumentation

1. Überlaufbauwerk
Von Sa., 30.10.2010 bis So., 31.10.2010, 12 Uhr, regnete es etwa 16 Stunden im Verbandsgebiet. Um 14 Uhr wurden diese Wassermengen am Überlaufbauwerk beob­ach­tet.

2. Wassermengenaufteilung durch Inneres Wehr
Zur glei­chen Zeit teilt das innere Wehr die Wassermengen auf die vonein­an­der getrenn­ten Systeme “Teichketten” (teil­weise über­flu­te­ter oberer Dammbalken) und auf den Dammbalken zum “Hochwasserentlastungssystem mit Ausee auf (Wasservorhang auf gesam­ter Breite). Eine Teilwassermenge wird am Aufteilungsbauwerk vor der Pletschmühle in die Kleine Laache gelei­tet.

3. Überlaufschwelle am Ende des Teichkettensystems
Die mehr­stu­fig ausge­legte Überlaufschwelle zeigt, dass das Bachwasser den unte­ren klei­nen Auslauf und auf ganzer Breite die etwas höher ausge­legte zweite Stufe über­strömt.

4. Wasserstand am Testpegel des Hochwasserentlastungsgrabens
Der Pegel zeigte am Vortag einen Wasserstand von 80 cm an. Am Regentag stieg der Wasserstand auf 87 cm.

Bodenerosion

Bodenabtrag von max. 10 Tonnen/Ha/Jahr = Schichtdicke von 0,6 mm sind tole­rier­bar — möglichst aber deut­lich zu unter­schrei­ten. Regenwasser darf sich nicht auch Ackerflächen ansam­meln, um die Bodenerosion zu mini­mie­ren.

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